Letzte Aktualisierung am: 27. August 2021 11:28 Uhr

Wir hören es täglich im Wetterbericht. Oder lesen es im Internet. Das Hoch Sabine, Agnes oder Erika. Dazu ein Tief mit dem Namen Wolfgang, Harald oder ausgefallene Namen wie zum Beispiel Xenus oder Xenophilius. Schön und gut ,aber wer gibt den Druckgebieten ihre Namen? Dazu eine kleine und einfache Erklärung.

Früher waren immer die Frauen die „bösen“

Man(n) soll es kaum glauben, bis ins Jahr 1997 gab es keinen Wechsel bei der Nennung der Druckgebiete. Die Männer waren immer die Hochdruckgebiete und die Frauen immer die Tiefdruckgebiete. Wohl weißlich machen Tiefdruckgebiete in vielen Fällen Unwetter, schlechtes Wetter und was noch nicht so alles. Die Männer waren immer die guten. Da hat man sich irgendwann gedacht, Gleichberechtigung für alle und somit gab es ab 1998 den ersten Wechsel bei der Vergabe der Namen.

Kann ich auch ein Druckgebiet benennen?

Ja! Natürlich geht das. Jedes Jahr startet die Vergabe der Hochdruckgebiete und Tiefdruckgebiete neu. Angefangen wird bei dem Buchstaben A und aufgehört wird logischerweise bei Z. Anfänglich wurde die Namen aus einer Lister mit jeweils 26 Namen bestimmt. Mittlerweile darf man selber „Wetterpate werden. Sicherlich ist eine Patenschaft mit Kosten verbunden, so liegen die Preise derzeit bei 240 Euro für ein Tiefdruckgebiet und 360 für ein Hochdruckgebiet. Der Erlös kommt meteorologischen Instituten zugute.

Wie und wo kann ich Wetterpate werden?

Verantwortlich für die Vergabe der Namen für Hoch und Tiefdruckgebiete ist das Institut für Meteorologie in Berlin. Auf deren Webseite ist genau beschrieben, wie Sie selber zum Wetterpaten werden können.

Mit diesem Projekt möchten wir allen die Möglichkeit geben, sich aktiv an der aktuellen Namenvergabe zu beteiligen. Und dies für einen guten Zweck! Jede Patenschaft leistet einen wichtigen Beitrag zur Fortführung der vollständigen Klimabeobachtung, sowie der Studentischen Wetterbeobachtung am Institut für Meteorologie der FU Berlin.

Mit dieser Aktion können Sie das tatsächliche Wetter zwar nicht direkt beeinflussen, aber die Wetterkarte in den Medien kann Ihre Handschrift tragen. Jeder Wetterpate bekommt eine Patenschaftsurkunde mit zugehöriger individuellen Lebensgeschichte, Taufkarte vom ersten Tag des Bestehens des Druckgebildes und einer Berliner Wetterkarte. Sie können sich oder anderen damit sicher eine Freude bereiten.

In geraden Jahren tragen die Hochdruckgebiete männliche und die Tiefdruckgebiete weibliche Namen. In ungeraden Jahren ist es genau umgekehrt.

Quelle Institut für Meteorologie in Berlin

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