Letzte Aktualisierung am: 31. August 2021 16:29 Uhr

Dicke Wolken und viel Niederschlag, so zeigte sich das Wetter in den vergangenen Wochen über Deutschland. Der August machte seinem Namen als einer der Hauptsommermonate überhaupt keine Ehre. Mehr Niederschlag als in den letzten Jahren ist vom Himmel gefallen, in einigen Regionen leider mehr, als einem lieb war. Überflutungen, Sturzfluten waren an der Tagesordnung, nicht zu vergessen, die Flutkatastrophe vom Juli.

Mehr Sommer im September?

Viele hoffen nun, dass der September von der Wetterlage mehr Sonnenschein bringt als dies im August der Fall gewesen ist. Wie lange das Septemberwetter einen ruhigen Charakter behält, hängt von einem Tief über dem Atlantik ab. Zunächst einmal zeichnet sich derzeit ein Trend in Richtung Spätsommer ab. Die dicken Wolken lösen sich bis zum Wochenende auf und auch die Temperaturen steigen wieder langsam aber sicher an. In einigen Region mehr und in andern vielleicht nicht so hoch wie erwartet. Bis zum kommenden Samstag erreichen die Temperaturen Landesweit 20 bis 25 Grad. Westlich einer Linie von Delmenhorst bis nach Stuttgart sind auch 26 bis 28 Grad wahrscheinlich.

Wie lange bleibt das Spätsommerwetter erhalten?

Ansätze für Sommerwetter hatten wir schon viele in diesem Jahr, doch meist wurden die Hoch rasch von neuen Tiefausläufern verdrängt. Aktuell stellt sich die Wetterlage über Europa wie folgt dar. Einerseits haben wir ein Hochdrucksystem, welches sich über Mitteleuropa ausbreitet. Zugleich gibt es noch 2 Tiefdruckgebiete, welches das Hoch in die Zange nehmen könnte. Jedoch besteht nach jetzigem Stand die Wahrscheinlichkeit einer OMEGA Wetterlage. Diese Omega Wetterlage könnte, sollte Sie denn wirklich kommen über Tage, vielleicht Wochen, beständiges spätsommerliches Wetter mit kaum oder gar keinem Niederschlag bringen. Leider muss man sagen, dass die Zutaten dafür leider nicht ganz passen.

Großwetterlage über Europa Stand 31.08.2021

2 Möglichkeiten bleiben für die Wetterentwicklung übrig

Der erste Absatz des Artikels hat sich so perfekt angehört, doch leider ist es ähnlich wie russisch Roulette. Zwei Möglichkeiten und nur eine kann gewinnen. Die schlechte Variante wäre das Tief, welches derzeit auf dem Atlantik schlummert, sollte dieses bis nach Mitteleuropa vordringen, wäre recht schnell Schluss mit dem schönen und vor allem trockenen Wetter. Das Wetterbestimmende Hoch Gaya würde ähnlich wie seine Vorgänger nach Osten gedrängt. Die zweite Variante wäre, das Hoch setzt sich gegen das atlantische Tief durch und bleibt weiterhin auf seiner derzeitigen Position standhaft. Somit wäre es nach wie vor kein OMEGA Hoch jedoch würde das spätsommerliche Wetter weitergeführt.

Egal, ob Hoch oder Tief ohne Schauer und Gewitter geht es nicht

Bis zum Wochenende steigen die Temperaturen vielerorts wieder deutlich über die 25 Grad Marke, dabei könnte regional 28, sogar 30 Grad am Niederrhein erreicht werden. Dazu gibt es immer wieder Schauer und Gewitter, die regional kräftiger ausfallen und so zu einem erhöhten Potenzial an unwetterartigen Wettererscheinungen  sorgen können. Geschuldet ist dies dem Tief, welches im zweiten Anlauf versuchen, wird nach Mitteleuropa vorzudringen. Nach jetzigem Stand gelingt dies aber nur mit wenig Elan. Somit ist die Gewitterneigung vor allem im Westen vorhanden.

Signifikantes Wetter ICON-EU am 5. September 2021

Die Andeutung eines Vorstoßes eines Tiefs über dem Atlantik ist im ICON-EU Wettermodell schon zu erkennen. Von Südwesten könnten ab dem 5. September 2021 erneut Schauer und Gewitter aus Frankreich nach Deutschland ziehen. Sicherlich wären erneut Starkregen und Sturmböen denkbar. Für eine genau Prognose ist es jedoch noch zu früh.

Herbst,Sommer oder Winter im September, alles ist möglich

Ja auch den Wintereinbruch in den Alpen hat es im August schon gegeben. Auf einer Höhe von 2000 Meter sind immerhin stolze 40 cm Neuschnee gefallen. Da, die die wenigsten von uns auf 2000 Meter wohnen fällt dies, aktuell nicht wirklich ins Gewicht.

Die anderen 2 Komponenten zwischen Spätsommer und Herbst sind dabei relevanter. Die Wettermodelle sind sich so uneins, dass man fast Wetter abschießen kann, wie es mit dem Wetter in Deutschland weitergeht. Fakt bleibt, dass es bis zum 5. September ohne Niederschlag vonstattengehen wird. Ab dem 5. September könnte die Niederschlagswahrscheinlichkeit wieder ansteigen, so sieht es zumindest das amerikanische Wettermodell GFS. Schauer und Gewitter werden so zum steten Begleiter und ein nachhaltig stabiles Spätsommerhoch wenig wahrscheinlich.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.