Letzte Aktualisierung am: 21. September 2021 13:43 Uhr

Am kommenden Donnerstag zieht ein kräftiges Sturmtief mit dem Namen Tim, über Skandinavien hinweg. Die Ausläufer des Tiefs werden auch Teile von Deutschland erfassen. Dabei sind vor allem an den Küsten der Nordsee und der Ostsee teils schwere Sturmböen nicht ausgeschlossen. Dies gilt ebenfalls für die östlichen Mittelgebirge wie der Brocken im Harz und das Erzgebirge. Im Süden des Landes wird man von dem Windfeld allerdings nicht viel mitbekommen.

Wind-Animation, hier wird es besonders stürmisch

Die hier gezeigte Animation beruft sich auf die derzeitige Modellrechnung des ICON-EU, des Deutschen Wetterdienstes.

Es zeigt die simulierten Böen in den kommenden 3 Tagen in 10 Meter Höhe über Deutschland. Dabei sind die stärksten Böen an den Küsten und auf exponierten Lagen in den östlichen Mittelgebirgen zu erwarten. 55 bis 85 km/h sind möglich. Mit einer Sturmflut ist derzeit aber nicht zu rechnen.

Am Donnerstag  zieht ein erstes kräftiges Sturmtief vom Nordatlantik nach Skandinavien. Eine zugehörige Kaltfront greift mit schauerartigen Regenfällen auf den Norden Deutschlands über. Mit dem Tief nehmen die Luftdruckgegensätze im Norden zu und es wird windig mit Böen von 50 bis 70 km/h, an den Küsten stürmisch mit Böen von 80 bis 90 km/h.

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Windböen in 10 Meter Höhe. Animation für die kommenden 3 Tage über Deutschland

Wettervorhersage für Mittwoch und Donnerstag

Am Mittwoch südwestlich einer Linie Münsterland-Alpenrand viel Sonnenschein und nur wenige Wolkenfelder. Ansonsten starke Bewölkung, im Tagesverlauf zunehmende Auflockerungen. Nur von der Uckermark bis zum Osterzgebirge mehr Wolken, dort anfangs auch noch ein paar Spritzer Regen. Erwärmung auf 15 bis 19 Grad in der Osthälfte und auf 18 bis 22 Grad in der Westhälfte.

In der Nordhälfte des Landes schwacher bis mäßiger Wind aus West bis Nordwest, in der Südhälfte schwachwindig. In der Nacht zum Donnerstag von der Nordsee ins angrenzende Binnenland aufziehende dichte Bewölkung, im Norden Schleswig-Holsteins erste Tropfen. Im großen Rest des Landes verbreitet Aufklaren oder nur hohe Wolkenfelder, vor allem im Süden Ausbildung von Nebelfeldern. Minima im Norden zwischen 15 und 10 Grad, sonst zwischen 9 und 3 Grad. Vor allem im Süden hier und da Frost in Bodennähe.

Am Donnerstag vom Norden und Nordwesten Richtung Mitte ausbreitende dichte Bewölkung und nachfolgend etwas Regen. Südlich des Mains nochmals ganztags viel Sonne und trocken. Höchsttemperatur im Norden zwischen 16 und 19 Grad, in der Mitte und im Süden zwischen 19 und 23 Grad.

In der Nordhälfte mäßiger bis frischer Westwind mit starken Böen, an der See Sturmböen. In der Südhälfte nur schwacher bis mäßiger Wind um West. In der Nacht zum Freitag Ausbreitung des Wolkenbandes von der Mitte südwärts bis etwa zur Donau, dabei aber kaum noch Regen. Südlich der Donau teils klar und trocken, örtlich Nebel. Abkühlung auf 13 bis 8 Grad, im Alpenvorland auch etwas darunter. An der Ostsee noch länger stürmisch.

Simulierte Warnstufe für Wind/Sturm und Orkan in der Live Ansicht.

Ein Gedanke zu „So zieht Sturmtief Tim, am Donnerstag über Deutschland!“

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