Letzte Aktualisierung am: 1. Oktober 2021 10:58 Uhr

Derzeit ist das Wetter über Deutschland zweigeteilt. Zunächst bringt eine Warmfront ausgehend von einem Tief über Schottland die Temperaturen langsam aber sicher wieder in Wallung. Während primär im Nordwesten meist dicke Wolken bringen, bleibt das Wetter in der Landesmitte und im Süden, ausgehend von Hoch Merle zunächst sonnig und trocken.

Doch sollten wir uns alle vor Augen halten, dass heute der 1. Oktober ist. Unser Wetter wird in den nächsten Tagen zeigen, wie der Herbst vonstattengehen wird. Eine atlantische Frontalzone, welche auf dem Weg nach Deutschland ist ,wird in den kommenden Tagen einiges an Brisanz in die Wetterlage bringen.

Luftdruckverteilung am 5. Oktober 2021 über Europa. Ein Tief über der Nordsee sorgt für teils schwere Sturmböen

Dicke Wolken im Norden, mehr Sonnenschein im Süden

Ungleich ist die Wetterlage aktuell über Deutschland verteilt. Tiefdruckeinfluss hat den Norden des Landes voll im Griff. Meist stark bewölkt bleibt es heute im Norden und Westen des Landes. Starten Sie Ihre Reise in Hamburg bei wenigen Sonnenstrahlen, so würden Sie bei Ankunft in München die Sonne am heutigen Freitag oftmals sehen. Die gute Nachricht für alle, es bleibt meist trocken. Erst am Abend besteht eine geringe Wahrscheinlichkeit für Niederschlag im Norden der Republik. Nach einem kühlen Start in den Tag (lokal Bodenfrost) steigt das Thermometer im Tagesverlauf auf 15 bis 20 Grad. Dort, wo die Sonne scheint, ist das signifikante Temperaturempfinden deutlich höher.

Der Samstag startet vielversprechend, doch dann…….

Am Samstag, wo wir in der Regel alle freihaben und im Garten noch viel zu tun ist, wäre Regen eher störend. Ziehen wir eine virtuelle Linie von Aachen bis hinüber nach Frankfurt an der Oder, dürfen sich alle, welche unterhalb dieser Linie wohnen, ähnlich wie am heutigen 1. Oktober über mehr Sonne freuen.

Signifikantes Wetter über Deutschland am Samstag, dem 2. Oktober 2021 über Deutschland

Das Icon D2 Wettermodell des Deutschen Wetterdienstes ist ein (schnelles) Modell, welches alle 3 Stunden eine neue Modellrechnung ausgibt. In der Regel rechnen die Wettermodelle alle 6 Stunden einen neuen Lauf. Unser Augenmerk liegt in diesem Bild auf der Bewölkung. Hatten wir gerade nicht von einer Linie gesprochen? Ja, aber…… in der Modellwelt gibt es viele und verschiedene Modellrechnungen. In jenem Fall sieht das Icon D2 Modell die größte Chance auf Sonne am Samstag über dem Süden und dem Osten des Landes. Im Westen und Norden hingehend bleibt es eher dicht bewölkt aber noch trocken.

Neuer Niederschlag am Samstagabend

Ab dem Samstagabend tritt eine erneute Wetteränderung ein, welche vorwiegend im Westen und im Norden neue und vor allem nennenswerte Niederschläge bringt. Der Regen breitet sich jedoch nicht wie üblich in die Landesmitte aus, sondern verbleibt in einer Linie von der Eifel über den äußersten Westen von NRW bis an die Küste der Nordsee.

Niederschläge in der Nacht zum Sonntag hauptsächlich im Westen und Nordwesten des Landes.

Mitunter kann es von Samstagabend bis zum Sonntagmorgen ohne Pausen regnen. Die Intensität der Niederschläge hält sich in Grenzen, jedoch kommt durch die lange Laufzeit 10 bis lokal 20 Liter zusammen. Den Rest des Landes tangiert dies zunächst wenig. Die Temperaturen können sich am Samstag sehen lassen, irgendwas Positives sollte bei der Wettervorhersage schon erwähnt werden. 18 bis lokal 24 Tag sind zu erwarten. Ein Oktobertag wie man ihn sich wünscht.

Ein Sturmtief zieht auf und pustet teils ordentlich über das Land

Am Sonntag kommt die nächste Stufe der Brisanz in die Wetterlage. Von Westen her zieht ein Sturmtief auf, welche ab Sonntagmittag für dicke Wolken und nachfolgend Regen sorgt. Betroffen diesmal der Westen und der Südwesten des Landes. Der Wind weht zunächst schwach, frischt im Tagesverlauf jedoch deutlich auf. Eine Sturmlage ist dies jedoch noch nicht, wobei lokale stürmische Böen nicht ausgeschlossen werden. Die Temperaturen weiterhin warm bei 19 bis 24 Grad.

Stürmische Böen primär am 5.Oktober über dem Westen des Landes. Lokale Sturmböen inklusive.

Das Sturmtief macht weiterhin ärger

Am 5. Oktober verlagert sich das Sturmtief weiter, von den britischen Inseln in Richtung Nordsee (das hatten wir schon) dabei wird dieses Tief zunehmend die Herrschaft über die Wetterlage übernehmen. Herbstwetter wie aus dem Bilderbuch. Immer wieder Schauer oder schauerartig verstärkter Regen. Mit viel Glück hier und da etwas Sonnenschein.

Ein sich drehendes Tief, welches am 5. Oktober immer wieder für Niederschläge über Deutschland sorgt.

Zusammengefasst sieht das alles so aus.

Am Samstag im Laufe des Nachmittags und am Abend zunehmender Wind aus Südost bis Süd. In der Nacht zum Sonntag im Nordseeumfeld stürmische Böen, über der offenen Nordsee Sturmböen. In den Kamm- und Gipfellagen einiger Mittelgebirge ebenfalls stürmische Böen, exponiert Sturmböen, auf dem Brocken schwere Sturmböen. Des Weiteren drohen an den Alpen schwere Sturmböen durch Föhn.

Am Sonntag im Westen und Südwesten stark oder Dauerregen nicht ausgeschlossen. Dabei dort und im Nordwesten einzelne stürmische Böen, an der Nordsee auch Sturmböen.

Am Montag macht die markante Wetterlage eine kleine Pause, nach jetzigem Stand sind keine Wettergefahren zu erwarten.

Am Dienstag Windzunahme und vor allem im Westen und Norden stürmische Böen wahrscheinlich, auf den Bergen teils schwere Sturmböen. Dabei von Westen Regen oder Schauer, aber dabei kaum Starkregen. Am Mittwoch weiterhin windig und im Norden stürmische Böen gering wahrscheinlich, an der See wahrscheinlich. Im Norden vorrangig an der See einzelne Gewitter mit stürmischen Böen.

Ein Gedanke zu „Herbstwetter: Windige, teils stürmische Zeiten über Deutschland“

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