So geht es weiter mit dem Wetter über Deutschland

Wettervorhersage für Deutschland

Letzte Aktualisierung am: 15. Oktober 2021 16:05 Uhr

Am Freitag befindet sich Deutschland zwischen einem kräftigen Tief mit Kern über dem nördlichen Bottnischer Meerbusen und einem Hochdruckgebiet über den britischen Inseln mit einer schwachen Hochdruckbrücke zu einem Hoch über dem südlichen Russland. Dabei verlagert sich eine Kaltfront über Deutschland hinweg südwärts. Diese Kaltfront wird , wie die Höhenwetterkarte zeigt, von einem Trog gestützt und so sind zunächst Regenfälle zu erwarten die hinter der Front in Schauerwetter übergehen.

Unwetter über Griechenland

Über Südosteuropa sorgt ein Tief für mögliche Unwetter über Griechenland und Umfeld. Hier kann es zu Sturm und heftigen Regenfällen kommen. Die Azoren werden ebenfalls von einem kräftigen Tief beeinflussen und auch an der dortigen Kaltfront sind Gewitter zu erwarten, welche auch mal kräftiger ausfallen können. Über der Nordsee ist mit einem starken Nordwestwind zu rechnen mit bis zu 25 Knoten , was der Windstärke 6 entspricht. In Böen sind dort Windstärken von 7 eventuell auch 8 zu erwarten.

Große Bandbreite bei den Temperaturen über Europa

Die Temperaturen erreichen eine Spanne von 26 Grad in Lissabon und 6 Grad in Reykjavik. In den Hochlagen Skandinaviens treten Schneefälle auf und im Umfeld des Tiefs über dem Meerbusen herrschen starke Winde. Kräftiger Wind ist auch im Mittelmeergebiet westlich von Griechenland zu erwarten mit Mittelwinden von bis zu 30 Knoten, Windstärke 7. In Böen Stärke 9, teils 10 auf dem offenen Meer.

Am Samstag Hochdruckwetter über Deutschland

Am Samstag zeigt sich ein Hochdruckgebiet genau über Deutschland, das bei uns eine Wetterberuhigung bringt und viel Sonnenschein, wobei es ohne Wolken nicht geht. Die Kaltluft wird mehr über das östliche Europa südwärts geführt und die Gewittergefahr in der Türkei und Griechenland bleibt vorhanden. Das Tiefdrucksystem über dem Ostatlantik dürfte für uns von Bedeutung werden, denn daraus entwickelt sich ein umfangreiches Tiefdrucksystem, das uns aus Südwesten zunehmend mit Warmluft versorgt und die Temperaturen steigen lässt.

Sturm und Wärme in der neuen Woche

Zum Start der neuen Woche zeigt sich das umfangreiche Tiefdrucksystem über dem Ostatlantik und sein Gegenspieler, ein Hoch über dem östlichen Balkan, das sich bis zur iberischen Halbinsel erstreckt. Zwischen beiden Drucksystemen wird warme Luft aus Südspanien und dem Mittelmeerraum nach Deutschland gelenkt und so wird es deutlich wärmer werden mit Temperaturen von bis zu 22 Grad in der Wochenmitte.

Vor allem auf der Westflanke des Atlantiktiefs drohen über der offenen See Orkanböen. Dabei werden in Böen Windgeschwindigkeiten von 70 Knoten zu erwarten, was ca. 130 km/h entspricht. Zudem Wellenhöhen von bis zu 10 Metern. So z. B. das deutsche Wettermodell ICON. Im Modellvergleich sehen die Modelle diese Entwicklung sehr ähnlich, was ein deutlicher Hinweis ist, dass es sich so entwickeln kann, vor allem, was die Warmluftzufuhr betrifft.

Udo Karow

Seit 2009 Hobbymeteorologe. Seit 2013 als ehrenamtlicher Meteorologe bei Unwetteralarm GmbH. Erfahrung in der Wettervorhersage sowie der Unwettervorhersage, Synoptik, Kartenmeteorologie, Radar- und Satellitenmeteorologie.

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