Steigende Sturmgefahr in der neuen Woche

Sturmgefahr über Deutschland steigt an

Letzte Aktualisierung am: 17. Oktober 2021 10:04 Uhr

In der kommenden Woche steigt die Sturmgefahr über Deutschland an. Dabei sind vor allem am Donnerstag bis ins Flachland Sturmböen nicht ausgeschlossen. An der See und in den Mittelgebirgen drohen teils schwere Sturmböen.

Wetterwechsel ab Montag. Neue Tiefs im Anmarsch.

Aktuell liegt Deutschland unter dem Einfluss von Hoch Philline, welches meist ruhiges Wetter über Deutschland bringt. Die Luftmassen sind der Jahreszeit entsprechend recht kühl. Vor allem in den Morgenstunden ist es oftmals neblig mit Sichtweiten unter 150 Meter. Ab Montag ändert sich die Wetterlage, welche sich zunächst mit steigenden Temperaturen bemerkbar macht. Auf der Vorderseite eines atlantischen Tiefs gelangt zunehmend milde Luftmassen aus dem Süden nach Deutschland. Einige Wettermodelle sehen primär für den kommenden Donnerstag eine windige, bzw. Sturmlage über Teilen von Deutschland. Danach sorgt eine durchziehende Kaltfront erneut für einen Temperaturabfall.

Luftdruckverteilung am Mittwoch über Europa.

Die Luftdruckkarte zeigt ab dem Mittwoch einen großen Tiefdruckkomplex welcher sich von den Britischen Inseln bis nach Skandinavien erstreckt. Deutschland liegt ebenfalls in dessen Einfluss und sorgt ab Mittwoch für eine deutliche Windzunahme über der Republik. Die Wettermodelle sind sich jedoch bis dato noch sehr unsicher, wie stark die Windböen letztendlich über Deutschland werden.

GFS Wettermodell mit den zu erwartenden Sturmböen am Donnerstag über Deutschland

Das amerikanische Wettermodell ist derzeit sehr offensive in dessen Berechnungen, welche die Sturmböen über Deutschland angeht. Vor allem an der Nord und Ostsee würden nach jetzigem Stand teils schwere bis orkanartige Böen erwartet. Dies gilt ebenfalls für die Mittelgebirge. Selbst im Flachland sind Sturmböen bis 75 km/h nicht ausgeschlossen.

Sturm oder laues Lüftchen, die Wetterlage bleibt spannend

Am Mittwoch gelangt Deutschland in eine lebhafte südwestliche Strömung, es weht sehr milde Luft heran. Allerdings greifen besonders auf die Nordwesthälfte des Landes, Regen und Schauer über. Je weiter nach Südosten, desto eher bleibt es trocken mit noch mehr Sonnenschein.

Zum Donnerstag sind Details bezüglich einer Sturmlage noch offen, die Wettermodelle lassen eine kräftige Tiefdruckzone übergreifen. Der Jetstream verläuft über Deutschland und die Sturmgefahr steigt an. Zudem schwenkt eine Kaltfront durch und bringt wieder kühlere Meeresluft aus West bis Nordwest.

Erster heftiger Herbststurm über Deutschland?

Auch das deutsche Wettermodell ICON-EU des Deutschen Wetterdienstes zeigt zum Donnerstag eine mögliche Sturmlage, welche vor allem im Norden und Nordosten des Landes zum Tragen kommt. An den Küsten wird ebenfalls eine schwere Sturmlage simuliert. Letztendlich muss die Wetterlage weiterhin beobachtet werden.

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Animation Wind/Sturm/Orkan in den kommenden 4 Tagen

Angelo D Alterio

Wetterauwetter.news wurde Im Jahr 2019 zunächst als regionaler Anbieter wetterauwetter.de von Medien Meteorologe Angelo D Alterio gegründet. Ich bin seit 2013 Medien Meteorologe mit Schwerpunkt Gefahrenabwehrmeteorologie Unwetterwarnungen und Synoptik. Von 2015 bis 2021 war ich Gesellschafter der Unwetteralarm Schweiz GmbH. Aktuell bin ich einer von 3 Redakteuren, welche auf Wetterauwetter.news über das tägliche Wetter in Deutschland berichtet. Des Weiteren findet man meine Artikel auf Instagram und Facebook.

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