Kalli und Leo, neue Sturmtiefs auf dem Weg nach Deutschland

Sturmtief Kalli und Leo im Anflug auf Deutschland

Letzte Aktualisierung am: 29. Oktober 2021 9:48 Uhr

Aktuell liegt Deutschland unter dem Einfluss von Hoch Rosamunde, welches meist nebliges, dafür aber ruhiges Wetter bringt. Dort wo sich der Nebel auflöst, dürfen Sie weiterhin mit Sonnenschein rechnen. Doch zum Wochenende ändert sich die Wetterlage über Deutschland. Das Atlantiktief Kalli und Leo erreichen mit dessen Ausläufer das Vorhersagegebiet, wie sich dabei die Wetterlage ändert und ob eine neue Sturmgefahr besteht, erläutern wir im nun folgenden Bericht.

Trübes Hochdruckwetter, am Wochenende folgen Tiefs

Im Herbst und im Winter sorgt Hochdruckwetter meist für ganztägiges trübes Wetter, die Sonne hat kaum eine Chance den Nebel und die tiefliegenden Wolken zu bekämpfen. Diese Wetterlage bleibt weiterhin von Bestand. Zum Wochenende nähert sich Tiefdruckeinfluss von Westen, welcher in den weiteren Tagen die Temperaturen ansteigen lässt, jedoch wird es erneut wechselhaft und windiger.

Kalli und Leo gehören zu einem großen Tiefdruckkomplex, welcher sich derzeit über dem Nordmeer befindet.

Während es im Osten des Landes weiterhin unter dem Einfluss von Hoch Rosamunde meist trocken und sonnig bleibt, wird das Wetter im Westen zunehmend unbeständiger. Vor allem am Sonntag sorgt eine Kaltfront nach einem kurzen Anstieg der Temperaturen am Samstag für eine deutliche Abkühlung. Hinter der Kaltfront wird es zunehmend windiger und wechselhafter. In den Alpen ist Neuschnee nicht ausgeschlossen.

Am Samstag zweigeteiltes Wetter zwischen OST und WEST. Meist ist es zwischen der Nordsee und Rheinland-Pfalz und dem Saarland dicht bewölkt und es fällt zeitweise Regen, mitunter auch mal längere Zeit. In der Osthälfte setzt sich das ruhige, oft sonnige, in den Niederungen von Bayern aber auch teils längere Zeit neblig-trübe Herbstwetter fort. Vor allem in einigen Alpentälern mit Föhn wird es sehr mild mit örtlich um 20 Grad. Im Westen gehen die Temperaturen im Regen ein klein wenig zurück.

Warnung vor teils dichtem Nebel

In den Frühstunden muss vor allem in der Mitte und im Süden des Landes mit teils dichtem Nebel gerechnet werden, die Sichtweiten sinken örtlich unter 100 Meter. Fahren Sie vorausschauend und passen Sie Ihre Geschwindigkeit den Sichtverhältnissen an.

Warnung vor Nebel über Deutschland. Die gelbe Farbe markiert den derzeitigen Nebel-Status.

Am Samstag Regen im Westen

Am Samstag benötigen Sie vor allem im Westen des Landes einen Regenschirm, schon am Vormittag greift ein Niederschlagsgebiet auf NRW, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz über. Im weiteren Verlauf des Tages wird es ebenfalls in der Mitte des Landes zeitweise nass. Größere Niederschlagsmengen werden jedoch nicht erreicht.

Signifikantes Wetter, Aufzug von Niederschlag am Samstag

Aufkommender Föhnsturm in den Alpen

Am Freitag in den Alpen aufkommender Südföhn mit stürmischen Böen, später vereinzelt in den Gipfellagen der Berge im Tagesverlauf Sturmböen, teils schwere Sturmböen. Am Samstag in den Alpen weiterhin Föhnsturm, in exponierten Gipfellagen auch schwere Sturmböen nicht ausgeschlossen.

Wie geht es weiter mit dem Wetter?

Dazu eine kleine Wetter-Vorschau für die kommenden Tage, hier als erstes Beispiel Köln. Am Freitag meist bewölkt mit Nebel oder Hochnebel. Die Temperaturen liegen bei 9 bis maximal 17 Grad. Zunächst bleibt es trocken, bevor ab Samstag mit Niederschlag aus Westen zu rechnen ist. Im weiteren Verlauf meist wechselhaft mit wiederholt Schauern.

Wettervorhersage für Köln mit Trend für die kommenden 7 Tage

Am Bodensee meist bedeckt und neblig

Das Wetter am Bodensee bleibt bis zum Montag eher neblig und trübe. Die Temperaturen steigen im Verlauf auf 4 bis 16 Grad. Die Sonne lässt sich nur selten sehen. Ab Montag ebenfalls Regen bei 6- 11 Grad.

Wettertrend für den Bodensee in den kommenden 7 Tagen

Fazit: Ein Wintereinbruch ist nach wie vor nicht in Sicht, der Oktober verabschiedet sich mit meist trüben Wetter. Eine erneute Sturmlage ist ebenfalls nicht in der Vorhersage zu sehen. Jedoch sollte man sich vor Augen halten, dass Tiefdruckgebiete schnell zu einem Sturmtief anwachsen können. Deshalb immer fleißig die Vorhersagen auf wetterauwetter.news verfolgen.

Angelo D Alterio

Wetterauwetter.news wurde Im Jahr 2019 zunächst als regionaler Anbieter wetterauwetter.de von Medien Meteorologe Angelo D Alterio gegründet. Ich bin seit 2013 Medien Meteorologe mit Schwerpunkt Gefahrenabwehrmeteorologie Unwetterwarnungen und Synoptik. Von 2015 bis 2021 war ich Gesellschafter der Unwetteralarm Schweiz GmbH. Aktuell bin ich einer von 3 Redakteuren, welche auf Wetterauwetter.news über das tägliche Wetter in Deutschland berichtet. Des Weiteren findet man meine Artikel auf Instagram und Facebook.

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