Hochwassergefahr

In jedem Jahr ist Hochwasser ein Thema in Deutschland, vor allem dann, wenn große Flüsse wie Main,Elbe, Rhein oder die Donau droht über die Ufer zutreten. Rechtzeitige Informationen über eine drohende Hochwasserlage ist daher notwendig.

Wie entsteht Hochwasser?

Hochwasser in oberirdischen Gewässern sind Naturereignisse. Sie entstehen durch starke Niederschläge mitunter verstärkt durch Schneeschmelze, die mit großem Anteil direkt zum Abfluss gelangen. Große Abflüsse entstehen bei einer vollständigen Überregnung des Einzugsgebietes, sodass für größere Gewässer insbesondere lang anhaltende Dauerregen von mehreren Stunden bis hin zu mehreren Tagen zu ausgeprägtem Hochwasser führen. Im Winter werden die Hochwasser durch schmelzenden Schnee bei Tauwetter verstärkt. 

In kleineren Einzugsgebieten mit einer Fläche von weniger als 100 km² werden Hochwasser bereits durch kurzzeitige Starkniederschläge ausgelöst, die insbesondere bei konvektiv verstärkten Gewitterregen im Sommer auftreten. In den Siedlungsgebieten sind bei solchen Niederschlägen oft Überlastungen der Kanalnetze zu beobachten.

Viele Niederschläge bringen viel Wasser

Eigentlich ist die Überschrift selbsterklärend. Umso mehr Regen langfristig und/oder intensiv vom Himmel fällt, desto größer wird das Risiko einer Hochwasserlage. Das unten stehende Wettermodell simuliert die derzeit zu erwartenden Niederschläge in den kommenden 48 Stunden.

157
Akkumulierte Niederschläge in den nächsten 48 Stunden in Deutschland. Hochwassergefahr beachten!

Lagebebricht der Länder zur aktuellen Hochwasserlage

Baden Württemberg

Lagebericht

Content extracted from https://www.hvz.baden-wuerttemberg.de/lagebericht.html

An den Flüssen in Baden-Württemberg besteht derzeit keine überregionale Hochwassergefahr.

Hinweis: Für lokale Überschwemmungen, wie sie z.B. durch örtlich begrenzte Starkregen oder Gewitter - auch unabhängig vom Gewässernetz - auftreten, können keine Vorhersagen erstellt werden.

Aussichten für die nächsten Tage

3-stündlich aktualisierte Wasserstandsvorhersagen für rund 100 Pegel in Baden-Württemberg werden unter dem Menüpunkt HVZ-Vorhersagen veröffentlicht bzw. sind über Auswahl eines Vorhersagepegels in der Pegelkarte einsehbar.

Diese Vorhersagen umfassen in Niedrig- und Mittelwassersituationen einen Zeitraum von mehreren Tagen. Die Verlässlichkeit der Wasserstandsvorhersagen nimmt - entsprechend den verwendeten Wettervorhersagen - mit zunehmendem Vorhersagezeitraum ab. Besonders unsichere Zeitbereiche der Vorhersage sind als Abschätzung gekennzeichnet (strichlierte Ganglinie).

Das Vorhersage-Szenario 'kein Niederschlag in den kommenden 10 Tagen' ermöglicht die Abschätzung der weiteren Wasserstandsentwicklung für den Fall, dass die von den Wetterdiensten vorhergesagten Niederschläge nicht eintreffen.

Die landkreisbezogene Hochwasserfrühwarnung für kleine Einzugsgebiete wird stündlich neu berechnet auf Basis aktueller Niederschlagsmessungen und -vorhersagen sowie Informationen zur aktuellen Abflussbereitschaft der Böden (Bodenfeuchte). Bitte beachten Sie insbesondere für kleinere Flussgebiete zusätzlich die aktuellen Wetterwarnungen sowie die Niederschlagsinformationen des Wetterradars.

HVZ-Info

Bei Ausbildung eines überregionalen Hochwassers werden die Messwerte bis zu 15-minütlich und die Vorhersagen stündlich aktualisiert.
Die Vorhersagezeiträume sind für Hochwasser deutlich kürzer als im Niedrig- und Mittelwasserbetrieb, da die Wettervorhersagen bei Starkregen mit größeren Unsicherheiten behaftet sind. Je nach Pegel umfasst der Vorhersagezeitraum bei Hochwasser zwischen vier und 24 Stunden. Der Abschätzungszeitraum beträgt bei Hochwasser maximal 48 Stunden. Detaillierte Informationen finden Sie in den Hinweisen zur Vorhersage.

Die Hochwasservorhersagezentrale ist derzeit personell nicht besetzt. Unsere Erreichbarkeit während der üblichen Bürozeiten finden Sie im Menüpunkt über die HVZ.

Lagebericht Hochwassergefahr in Bayern

Lagebericht Bayern

Content extracted from https://www.hnd.bayern.de/lage

Zurzeit liegt kein Hochwasserlagebericht vor.


Zur regionalen Hochwasserlage siehe auch unter Warnungen.

Hinweis: Für lokale Überschwemmungen, wie sie z.B. durch örtlich begrenzte Starkregen (Gewitter) auftreten, können keine Warnungen und Vorhersagen erstellt werden.

Erläuterungen der Meldestufen

Meldestufe 1:
Stellenweise kleinere Ausuferungen.

Meldestufe 2:
Land- und forstwirtschaftliche Flächen überflutet oder leichte Verkehrsbehinderungen auf Hauptverkehrs- und Gemeindestraßen.

Meldestufe 3:
Einzelne bebaute Grundstücke oder Keller überflutet oder Sperrung überörtlicher Verkehrsverbindungen oder vereinzelter Einsatz der Wasser- oder Dammwehr erforderlich.

Meldestufe 4:
Bebaute Gebiete in größerem Umfang überflutet oder Einsatz der Wasser- oder Dammwehr in großem Umfang erforderlich.