Waldbrandgefahrenindex

So verhalte ich mich richtig im Wald, bei einem hohen Waldbrandgefahrenindex

Grundsätzlich gilt! Egal bei welcher Witterung, der Wald ist unsere grüne Lunge und die Fabrik um unseren Sauerstoff zu produzieren. Schon aus diesem Grund sollte man besonnen und mit dem nötigen Respekt die heimischen Wälder betreten. Vor allem im Sommer bei längerer Trockenheit, kann jeder kleine Fehler zu einem verheerenden Waldbrand führen. Deshalb lesen Sie die nun folgenden Zeilen mit Aufmerksamkeit um unseren Wald und denen darin lebenden Tieren nicht zu schaden.

fire fighters 4784603 1280
Symbolbild: Einsatz der Feuerwehr bei einem Waldbrand.

Wie verhalte ich mich im Wald bei akuter Brandgefahr?

Was solltest du im Wald NICHT tun ?

  • Kein offenes Feuer im Wald und auf Wiesen (Nur auf ausgewiesenen Grillplätzen erlaubt)
  • Bitte nicht rauchen im Wald, denn schon kleine Glutreste der Zigarette reichen aus, um einen Waldbrand zu entfachen.
  • Bitte wirf auch keine Zigaretten aus dem Autofenster während der Fahrt
  • Parke nur innerhalb gekennzeichneter Parkflächen und niemals in Wiesen und Feldern, der heiße Katalysator deines KFZ kann, das trockene Gras schnell entzünden.
  • Kein Glas oder Glasscherben im Wald liegen lassen, der Brennglaseffekt kann ebenfalls Brände verursachen

Wenn das Feuer nicht selbst gelöscht werden kann, ist die Feuerwehr so schnell wie möglich zu alarmieren. Die Alarmierung der Feuerwehr erfolgt in Deutschland über den Notruf 112

Für die Brandmeldung sind folgende Informationen wichtig:

  1. Wo brennt es? – genaue Ortsangabe, markante Geländepunkte (großer Baum, Wiese oder Felsen), Brandausmaß
  2. Was brennt? – Bodenvegetation oder Baumkronen
  3. Sind Menschen oder Sachwerte in Gefahr? – sind Personen, Häuser oder andere Einrichtungen in Gefahr?
  4. Ort, von dem Sie den Brand melden? – Angabe Ihrer Rückrufnummer, Aufenthaltsort, wenn möglich, auf Rettungskräfte warten, damit diese eventuell zum Brandort geführt werden könne

Der Waldbrandgefahrenindex WBI gibt Aufschluss

Der Waldbrandgefahrenindex WBI beschreibt das meteorologische Potenzial für die Gefährdung durch Waldbrand. Er zeigt die Waldbrandgefahr in 5 Gefahrenstufen an: 1= sehr geringe Gefahr bis 5 = sehr hohe Gefahr.Der WBI dient den für die Waldbrandvorsorge verantwortlichen Landesbehörden zur Einschätzung der Waldbrandgefahr und zur Herausgabe von Warnungen. Die Waldbrandgefahrenstufen des DWD bilden somit die Grundlage für eine auf Landesebene harmonisierte Waldbrandgefahrendarstellung.

Aktueller Waldbrandindex WBI ausgegeben vom Deutschen Wetterdienst in Offenbach

Waldbrandgefahren Index nach Chandler

Mittelhessen  Gering
Aachen   Gering
Stuttgart   Gering
Bodensee   Gering
Nordsee   Gering
Berchtesgaden   Gering
Erzgebirge   Gering
Berlin   Gering
Ostsee   Gering
Leipzig   Gering
Kassel   Gering
Ruhrgebiet   Gering
Ostfriesland   Gering
Dresden   Gering
Saarbrücken   Gering
Hildesheim  Gering
Magdeburg   Gering
Nürnberg   Gering
Bremen   Gering
Nürburgring   Gering
Osnabrück   Gering
Nordhausen   Gering
Hof   Gering
München   Gering
Rostock  Gering
Hamburg   Gering
Karlsruhe   Gering
Regensburg   Gering
Neu Ulm   Gering
Bochum  Gering
Bad Staffelstein   Gering
Ammersee   Gering
Bonn   Gering

Verschiedene Definitionen eines Waldbrandes (Feuerarten)


Bodenfeuer:

Es ist die am häufigste vorkommende Art, mit der fast jeder Waldbrand beginnt. Dabei brennt die Vegetation oder andere am Boden liegende Materialien. Die Ausbreitungsgeschwindigkeit beträgt ca.500 m/h, kann aber auf über 1 Km/h ansteigen.

Kronen- und Vollfeuer:

Vollfeuer ist gleichzeitiges Boden- und Kronenfeuer. Ein Brand der Baumwipfel wird durch Entzündung tief hängender Äste durch die Flammen des Bodenfeuers angefacht. Das Kronenfeuer ist alleine nur kurz möglich, da es sich nicht ausbreiten kann. Jedoch ist es möglich, das durch Funkenflug weitere Bodenfeuer entstehen. Durch die große Hitze kann die Ausbreitungsgeschwindigkeit auf bis zu 7 Km/h ansteigen.

Flugfeuer:

Der Funkenflug entsteht hauptsächlich durch Kronenfeuer und starkem Wind. Kann große Entfernungen überspringen und weitere Einzelfeuer entfachen.

Erdfeuer:

Dabei brennen Materialien unter der Oberfläche. Beim Betreten der Brandfläche besteht Einbruchsgefahr. Erdfeuer sind an Moorflächen gebunden, und haben eine sehr geringe Ausbreitungsgeschwindigkeit von nur wenigen Metern pro Tag.

Stammfeuer:

Brand einzelner, meist abgestorbener, hohler Baumstämme.

Quelle Freiwillige Feuerwehr Trogen